Mastodon schaffe ich momentan einfach nicht. Und mache erstmal Pause hier. Ihr findet mich bei Twitter, Instagram, Blog und sowas ...

Gerade eben empfahl ich es jemandem bei Twitter. Und mir gefiel es richtig gut: Diese Hörspielfassung von Umberto Ecos Der Name der Rose.

ardaudiothek.de/sendung/der-na

"Wenn Wibke über Kochen, Nahrung und Essen schreibt, dann spricht aus jedem Satz eine Hochachtung vor diesen vielen Schätzen, die es für den Teller zu entdecken gibt. Das gesamte Buch mit kleinen Essays zu Lebensmitteln, Erinnerungen, Zubereitungsformen und besonderen Situationen des Kochens ist das konkrete Gegenmodell zu „Convenience food“: Es geht darum, dem Essen und seiner Zubereitung den Raum, die Kreativität und auch die Zeit schenken, die sie verdienen."

Ja, solche Rückmeldungen zu meinem Buch freuen mich sehr. @Nicola_Wessinghage erstand das Buch in einer der besten inhabergeführten Buchhandlungen Deutschlands und empfiehlt die Geschichten aus der Heimbürokantine in ihrer Monatsnotiz.
inkladde.blog/2022/05/11/monat

Kurz vorher war ich auf dem Markt, von dem ich auch im Buch erzähle. Ich liebe so sehr, was es nun schon wieder auf den regionalen Feldern geerntet werden kann. Heute gibt's Salat, soviel ist sicher.

Frage an alle Fahrradfahrer: Nutzt ihr einen #Fahrradhelm?
Boosts sind ausdrücklich erwünscht. :yayblob:

Ankommen.

Mir ist oft ein Rätsel, wenn Menschen schnell reisen können. Ich brauche Tage, um irgendwo anzukommen. Und Tage, um von da, wo ich ankam, wieder zurückzukommen. Hastige Städtereisen oder irgendwo hinstürzen mit dem Auto, alles vollkommen unnütz, denn bevor ich begreife, dass ich woanders bin, finde ich mich leicht verwirrt zurück zuhause vor und frage mich.

Mit dem Rad bin ich zwar auch unterwegs, doch in einem Tempo, in dem ich mit mir mitkomme. Oder wandernd noch viel mehr. Wenn ich ein Wochenende mit dem Zelt unterwegs bin, löst sich die Zeit auf und die Tage sickern langsam in mich ein.

Reisen. Es müsste mehr Zeit dafür da sein. Zeit, um langsam zu reisen.

Noch sitze ich innerlich auf dem Rad und atme die Wallonie ein – nun gut, dieser Tage ein zweifelhaftes Vergnügen. Wie auch hier im Rheinland droht die nächste Dürre, vielmehr stecken wir schon mittendrin. Da atmet man dann auch immer eine ordentliche Portion Staub ein.

Nun sitze ich am Schreibtisch und bemühe mich, meine Gedanken zusammenzukramen. Irgendjemand (hüstel) hat sich enttäuschend wenige Notizen bei der letzten Besprechung gemacht. Ich starre auf einen Zettel und habe Fragen.

Well. Lächeln und Winken!

Ich sitze am Ufer der Maas im wallonischen Dinant und betrachte ziemlich dekadent bei Cidre das Geschehen. Eine Herde Jugendlicher trabt vorbei. Nun ja, in Wahrheit bewegen sie sich träge, als hätten sie lauter Kaugummis unter den Turnschuhen.

Viele der Jungs in Flecktarn mit naturbeleidigten Gesichtern. Ob sie sich zum Verschwinden bringen wollen? Die Mädchen indes stolzieren zurechtgemacht und um Aufmerksamkeit heischend.

Man möchte ihnen einfach zurufen, dass, ja, was? Dass alles halb so wild ist, dass sie in Ordnung sind, dass sie auf Erwartungen pfeifen sollen? Vielleicht ist das wahr und doch auch nicht. Vielleicht muss man ganz wild sein und nicht nur halbwild. Was ist schon Ordnung? Wer? Und wer oder was wären wir, wenn wir nichts erwarteten, von uns, von anderen?

Und doch wirkt es seltsam verrutscht. Als müsse man alles nur mal kurz schütteln und eine andere Welt wäre möglich.

Sie befinden sich hier – vous êtes ici. Einmal kurz wissen, wo man ist.

Steht irgendwo ein Ortsplan oder ein Erklärschild, muss ich da hin. Und freue mich, wenn sie liebevoll gemacht sind. Man kann mir auf diesen Schildern alles erklären und womöglich ist es einfach so etwas wie eine Raucherpause, mit der man sich Zeit verschafft, wo eigentlich keine ist. (Ich rauchte nie und fantasiere lediglich, sollten die Raucher*innen hier nun gerade Luft holen.)

Sie befinden sich hier – vous êtes ici.
Ein flüchtiger Moment der Gewissheit.

Streckenabweichung, Streckenabweichung! Mein Navigationsgerät piepste schon seit einer Weile aufgeregt vor sich hin. Doch was tun? Der geplante Weg ist wegen Bauarbeiten gesperrt, um Schäden der Flutkatastrophe im Juli 2021 zu beheben. Die Umleitung ist wahrhaft abenteuerlich, aber zwischendurch dann dies.

Wow. Seht Ihr das Lächeln des Felsenbeißers?

Gestern fuhr ich durchs Herver Land. Eine Landschaft wie aus einem Bilderbuch.

Sitze im Zug. Mein Rad sitzt neben mir. Wir fahren in die Wallonie, den französischsprachigen Teil Belgiens. So ganz lässt sich das nicht auseinandersortieren, ob das nun Arbeit (mobiles Heimbüro), Dienstreise oder Ferienspaß ist. Ein Text muss fertigwerden und das geht ziemlich gut beim Radfahren. Man sieht mich zwischendurch scharf bremsen und Sätze ins Mobilgerät tippen.

Ab Donnerstag bin ich dann zusammen mit @frauvogel und @kulturtussi für den Tourismusverband Wallonie unterwegs: . Jede auf ihrer eigenen Route und am Samstag treffen wir uns in Namur.

Gleich schon treffe ich in Aachen ein, wo ich mal fünf Jahre lang gelebt habe.
Stimmung: Etwas reisefiebrig und aufgeregt, knubbelige Gedanken, Weltlagesorgen, aber grundsätzlich schön, mal was anderes zu machen.

So sieht das hier aus. Wie geht es Euch?

Bildbeschreibung 

Eine Collage aus neun Bildern. Bild 1: Das erste Eis der Saison, Himbeer und Zitrone, in meiner fahrradbehandschuhten Hand. Bild 2: Das leicht schräge Foto vom Schaufenster meines Lieblingsbuchladens. Bild 3: Ein kleiner Stapel meines Buches mit einem Spielzeugosterhäschen oben drauf. Bild 4: Ein roter Sonnenschirm vor dunkler Fensterfassade. Bild 5: Zwei rot-gelbe Tulpen in einer Küche. Bild 6: Ein Wetterpilz und mein Fahrrad davor. Bild 7: Zwei Kölsch im Biergarten, im Hintergrund blühender Blauregen. Bild 8: Ein weißes Pferd aus der Froschperspektive, das neugierig in die Kamera blickt. Bild 9: Ein Düsseldorfer Straßenszene, der regennasse Boden schimmert im Dämmerlicht.

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